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Evangelische
STIFTSKIRCHENGEMEINDE   DIEZ

Kämmerchenchor: Konzert zum Chorleiterjubiläum

(Text: Rhein-Lahn-Zeitung, 15. Mai 2018.   Fotos: W. Rücker, E. Kremers)

Konzert: 12.05.2018


Wenn der Kämmerchenchor der Stiftskirchengemeinde Diez zum Konzert einlädt, wird dem Konzertbesucher immer ein außergewöhnliches Programm geboten. Nicht nur außergewöhnlich stilvoll, auch stets von bemerkenswerter Thematik, dazu von stimmlich exzellenter Qualität und stets aktuell zu den christlichen Feiertagen. So auch diesmal, von Chorleiter Andreas Frese angepasst auf Exaudi, den Sonntag nach Himmelfahrt.

Konzert: 12.05.2018


Pfingsten steht vor der Tür. Dem Sonntag Exaudi widmeten sich im 17. Jahrhundert fast zeitgleich zwei herausragende evangelische Kirchenmusiker, nämlich Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Georg Philipp Telemann (1681-1767). Beide der Barockzeit zugeordnete Kantaten wurden hier in der Diezer Stiftkirche in höchster Vollendung geboten. Von Telemann, dem die Stadt Frankfurt in drei Jahren das 300. Jubiläum ausrichtet, intonierte der Chor mit seinen berühmten Solisten und der Capella Francophonia gemeinsam „Gen Himmel zu dem Vater mein“, eine Kantate, die direkt von der handschriftlichen Urfassung nun in Diez zum ersten Mal nach fast 300 Jahren zu hören war.

Konzert: 12.05.2018


Eigentlich kam der beliebte und stimmgewaltige Diezer Kämmerchenchor fast etwas zu kurz, denn zahlreiche Solisten waren dazu eingeplant und gaben dem Konzert ein international geprägtes Flair. Mit der Kantate zum Sonntag Exaudi von Johann Sebastian Bach begann der wunderbare Chor, der mit seinem Leiter und zugleich Pianist Andreas Frese (Tenor) und Johannes Schwarz (Bass/Bariton) in das Konzert einführte. Die Kantate von Georg Philipp Telemann zum gleichen Tag überbrachten abwechselnd Chor, Andreas Frese, Tenor, und Johannes Schwarz, Bass. Schwarz und Frese, beide im Duett, boten stimmlich gewaltig: „Gott verlässt die Seinen nicht. Lass‘ es donnern, lass‘ es blitzen ob die ganze Hölle brüllt, Gott der Herr, ist Sonn‘ und Schild, wo wir sicher können sitzen bei der festen Zuversicht“. Mit „Unter deinen Schirmen“ erhob der Chor seine Stimmen.

Konzert: 12.05.2018


Doch immer sind Gäste dazu eingeladen, die ebenso voluminös das Programm ergänzten. Die Capella Francophonia, Mitglieder der Frankfurter Universität, begleiteten mit insgesamt acht Musikern die barocken Kantaten. In der Suite für zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso Continuo in Es Dur von Telemann überzeugten sie. Nicht zu überhören waren die in Irland geborene Opernsängerin Alison Browner und ihre Tochter, die erst 22 jährige Limburger Sängerin Hannah Gries. Mutter und Tochter, beide Solistinnen, als Mezzosopran und Sopran in der Region bestens bekannt. Die junge Sängerin Hannah Gries hatte hier mit „Mein Herze schwimmt im Blut“ mit Bachs Kantate zum 11. Sonntag nach Trinitatis einen starken Solopart. Großer Beifall begleitete ihre ungewöhnliche Leistung.

Konzert: 12.05.2018


Pfarrerin Maike Kniese wusste die Darbietungen aller Sänger/innen und Musiker zu würdigen und dankte den Mitwirkenden, ganz besonders Chorleiter Andreas Frese, der seit 10 Jahren dem Kämmerchenchor sein exquisites Profil gibt. Die Pfarrerin wünschte sich noch weitere 10 Jahre den beeindruckenden Kämmerchenchor unter seiner Leitung. Mit dem Abendsegen verabschiedete Maike Kniese die vielen Konzertbesucher.

Konzert: 12.05.2018


Capella Francophonia: Es spielten Barockoboe: Petra Vaclavikova, Antonello Cola. Barockvioline: Liuba Petrova, Eunju Choi. Barockviola: Xin Wei. Barockcello: Isabel Müller-Hornbach. Violone: Christine Vogel. Cembalo Niklas Heineke.
Wilma Rücker

Konzert: 12.05.2018

Konzert: 12.05.2018

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