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Evangelische
STIFTSKIRCHENGEMEINDE   DIEZ

Stiftskirche

Stiftskirche

(Fotos: Ingo Lüderitz, Bernd-Christoph Matern und Bernd Holzhäuser)

Die Stiftskirche liegt unterhalb des Grafenschlosses im Zentrum von Diez. Erbaut wurde sie im Jahr 1289 von Graf Gerhard IV von Nassau-Diez. Etwa gleichzeitig entstand ein Kanoniken- und Vikarienstift.

Stiftskirche


Die Stiftskirche wurde in schmucklosem gotischen Stil genaut, der noch stark an die Romanik erinnert. Sie ist eine sechsjochige Hallenkirche mit drei Schiffen. Über den Seitenschiffen kam später je eine Empore hinzu.

Stiftskirche


In der Kirche befanden sich neben dem Hauptaltar noch zwölf Seitenaltäre. Die Stiftsherren waren zu regelmäßigen klösterlichen Gebetszeiten und zu Gottesdiensten in der Stiftskirche verpflichtet, aber auch in anderen Kirchen, die zum Diezer Marienstift gehörten, das aber immer eine selbständige Verwaltungseinheit mit beträchtlichem Vermögen war.

Stiftskirche


Ab 1564 konnte die Reformation nach und nach gegen den Widerstand der Stiftsherren eingeführt werden. Nach der Einführung des reformierten Bekenntnisses 1581 kam es zum "Bildersturm", bei dem alle Kunstwerke und Altäre in der Stiftskirche zerstört oder verkauft wurden. Nach der "Union" der Reformierten und der Lutheraner im Jahr 1817 wurde die Stiftskirche zur "unierten" Kirche der evangelischen Stiftskirchengemeinde.

Stiftskirche


Besonders zu beachten sind die vielen Grabplatten im Innern der Kirche, die auf die lange Geschichte als Grablege bedeutender Diezer hinweisen. Das wichtigste Grabmal ist der Sarkophag der Fürstin Amalie von Nassau-Diez im rechten Seitenschiff. Ihre Töchter haben in der Fürstengruft der Kirche ihre letzte Ruhe gefunden. Bemerkenswert ist auch der romanische Taufstein vor dem Chorraum.

Stiftskirche
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