Nicht nur dass alles überschattende Thema Corona hat uns in diesem Kita-Jahr beschäftigt. Die Vorschulgruppe der „Tiger“ hat sich als Jahresprojekt dem Thema „Wir werden Umweltretter“ gewidmet. Dafür haben wir uns aus unterschiedlichen Gründen entschieden:
• Während eines Waldspaziergangs haben die Kinder ganz viel Müll im Wald entdeckt.
• Beim Essen haben wir häufig gemerkt, dass die Kinder oftmals gar nicht wissen wo unser Essen herkommt („Wie werden Kartoffeln gemacht?“)
• Bei einer Fortbildung haben sich die Erzieher ausgiebig mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschäftigt und großes Interesse entwickelt.

Zu Beginn haben wir ein Brainstorming mit den Kindern gemacht: „Unsere Erde ist traurig, wisst ihr warum?“ Zur Überraschung der Erwachsenen wussten die Kinder sehr viel zu dem Thema:
„Müll ist nicht gut für die Erde.“
„Wegen dem Müll, wenn man das wegwirft.“
„Oder wegen der Packung.“
„Wenn das von weit weg kommt, zum Beispiel die Bananen aus Afrika, dann wird das mit dem Schiff, Flugzeug oder LKW gefahren. Das ist dann nicht gut, wegen dem Rauch!“
„Der Bauer spritzt das Feld. Dann sterben die Insekten.“
„Und das Gift geht mit dem Regen ins Wasser.“
„Der Rauch ist nicht gut für die Erde (Fabrik).“
„Benzin und Abgase machen das die Erde zu warm wird. Das ist dann nicht gut für die Erde.“
„Wenn der Wald brennt haben die Tiere kein zu Hause mehr.“
„Im Wasser ist Müll. Das essen dann die Tiere und sterben.“
„Käfer haben kein Zuhause mehr, weil die Bäume gefällt werden.“
Die Ergebnisse wurden auf einem Plakat festgehalten und wir haben beschlossen „Umweltretter“ zu werden.
Bei einem anderen Treffen haben wir gemeinsam geschaut wo unser Essen herkommt und was gut für unseren Körper ist und was nicht. Daraus haben wir eine Ernährungspyramide gefertigt.
In der nächsten Woche machten wir einen Ausflug: wir waren bei Monika Schneider in Fachingen im Gemüsegarten. Dort haben wir verschiedene Gemüse geerntet und viel Spannendes entdeckt. Aus den geernteten Sachen haben wir in der Kita Leckeres gekocht und gebacken: Kartoffelmuffins und Möhrenkuchen! Das hat uns allen gut geschmeckt.
In der darauffolgenden Woche sind wir mit dem Zug nach Diez gefahren und haben uns auf dem Wochenmarkt umgeschaut. Dort kamen wir mit den Gemüsebauern und Eierverkäufern ins Gespräch, haben einiges gelernt und auch etwas eingekauft. Auch den Diezer Bioladen haben wir besucht und uns dort umgesehen. Hier haben wir die Zutaten für das Dinkel-Vollkornbrot gekauft, welches wir kurz darauf in der Kita gebacken haben. Auch ein selbstgemachtes Müsli wurde mit einer Haferquetsche hergestellt und von den Vorschultigern sehr gerne probiert. Ein leckeres gesundes Frühstück!
Anschließend haben wir uns dem Thema „Mülltrennung“ gewidmet. Wir haben im Wald Müll gesammelt und gelernt wie man ihn richtig trennt z.B. das Glas in dem Glascontainer an der Grundschule entsorgt wird. Bei einem Experiment haben wir untersucht, welche Materialien verrotten. Wir haben in Töpfen mit Erde eine Plastiktüte und eine Bananenschale vergraben. Es wurde vermutet, dass ein Bananenbaum aus der Schale wächst. Nach einigen Wochen konnten wir sehen, dass die Plastiktüte immer noch da war. Aber die Bananenschale war fast komplett verschwunden.
Daraufhin war unser Projekt leider erstmal unterbrochen durch den zweiten Corona-Lockdown. Weitere geplante Projekte sind:
• Woher kommt unsere Kleidung?
• Saubere Gewässer
• Besuch eines Bauernhofs z.B. solidarische Landwirtschaft Hof Schauferts
• Alternative Konzepte wie der „Unverpacktladen“ in Diez
Die Vorschulgruppe der Tiger wie auch die Erzieherinnen hoffen sehr darauf, dass wir bald wieder als Umweltretter durchstarten können und unser Projekt weiterführen können.

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