Manchmal, da braucht man einfach jemanden, der einem zuhört. 

Dann, wenn mir mal wieder alles zu viel wird. Wenn ich einfach nicht mehr weiter weiß. Dann ist es gut, zu wissen, dass ich jemandem mein Herz ausschütten kann. Dass mich jemand sieht und annimmt. Dieser Jemand kann der beste Freund sein, die beste Freundin, vielleicht die Schwester oder der Bruder. Wenn ich vertrauen kann, dann kann ich mich öffnen, egal ob bei einer Tasse Tee, einem ausgedehnten Waldspaziergang oder per ZOOM-Call. Dieser Jemand kann aber auch Gott sein. Er will es sogar sein, der uns zuhört, bei dem wir unseren Frust, unsere Sorgen und unsere Ängste abladen dürfen. Im Wochenspruch des Monats August lesen wir vom Gebet des Hiskia, der vor rund 2700 Jahren König von Juda war. Er betet: „Herr, hab ein offenes Ohr für mich und höre! Herr, öffne deine Augen und sieh!“ (2 Könige 19,16). Er sagt dies zu seinem Gott, als ihm ein feindliches Heer mit annähernd 200.000 Soldaten gegenübersteht und er seinen Feinden nichts mehr entgegensetzen kann. Wenn der Kummer, die Not und die Angst zu groß werden, dann wendet sich Hiskia an den Herrn – und er wird auf wundersame Weise erhört. Auch wir dürfen uns mit unseren kleinen und großen Sorgen an unseren Gott wenden. Wir dürfen ihm das sagen, was uns bedrückt. Beten bewirkt vielleicht nicht sofort das große Wunder, wie in der Geschichte des Hiskia. Aber es wirkt. Es hilft. Es entlastet. Ich kann mir all das von der Seele reden, was mich beschwert. Ich werde leichter. Gott hat immer ein offenes Ohr für uns. Bleiben Sie behütet!

Prädikant Benjamin Albrecht

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