Das Dankgebet vor dem Essen ist ziemlich aus der Mode gekommen.
Schade eigentlich!
Die moderne Wissenschaft bringt nun altes Wissen wieder in Mode.
Anfang Oktober feiern wir in der Kirche und in den Kindergärten „Erntedank“ und erinnern uns daran, dass das, was wir haben, nicht selbstverständlich ist, sondern dass wir beschenkte Menschen sind.
Dabei geht es aber nicht darum, dass Gott unseren Dank einmal im Jahr braucht, sondern dass es uns selbst gut tut „Danke“ zu sagen. In Studien konnte eine direkte Verbindung zwischen einer dankbaren Lebenseinstellung und körperlicher Gesundheit hergestellt werden. Demnach steigert Dankbarkeit die Zufriedenheit, Vitalität, Hoffnung und den Optimismus vieler Menschen.
Also fragen Sie sich doch mal:
Wofür können Sie in ihrem Leben dankbar sein?Womit sind Sie beschenkt?
Und ich bin nicht nur dankbar für die große Aubergine im Garten oder die Plätzchen der Schwiegermutter. Ich bin auch dankbar für die Menschen und Begegnungen, die mich tief berühren.
Erntedank bedeutet also keine religiöse Pflicht, sondern ein gesundes Aufschauen und Innehalten. Und einfach „Danke“ sagen.
Übrigens: Ihrem Kürbis ist es ziemlich egal, ob Sie sich bei ihm bedanken, bei Ihrem Nachbarn, Ihrer Freundin oder Ihrem Partner könnte es anders sein.
Ingo Lüderitz 

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